Orientalischer Tanz

Orientalischer Tanz… Bauchtanz… Belly Dance

Was ist darunter eigentlich zu verstehen?

Dahinter verbirgt sich der älteste Tanz der Frauen. Seine Wurzeln liegen vermutlich in den religiösen Ritualen der alten Kulturen und reichen bis ins Neolithikum zurück.

Die alten Naturreligionen betrachteten Sexualität und Fruchtbarkeit als göttliches Geschenk und feierten den zyklischen Verlauf der Jahreszeiten und der Mondphasen mit Tanz, Gesang und Musik. Dort liegen sehr wahrscheinlich die Wurzeln dieses Tanzes. Mit zunehmender Entwicklung und der Veränderung der Gesellschaftsform von einem Gemeinschaftsmodell zum Patriarchat veränderte sich auch der Status des Tanzes. Der religiöse Zusammenhang ging verloren und wich mehr und mehr einer Teilung zwischen profan(alltäglich) und heilig. Trotzdem blieb der Tanz der Frauen über viele Jahrhunderte geachtet und entwickelte sich besonders in den orientalischen Ländern, fern ab des Christentums, weiter.

Den Namen Bauchtanz erhielt der Tanz aufgrund der Art seiner Bewegungen. Der Ausdruck „Belly Dance“ entstand, vermutlich mehr abwertend gemeint, 1893 in Chicago. Dort wurden auf der Weltausstellung im Ägyptischen Pavillon sechs „Bauchtänzerinnen“ präsentiert, die vermutlich aus Algerien, Syrien und der Türkei stammten. Sie waren eine exotische Attraktion, die sehr widersprüchliche Reaktionen auslöste. Denn im sittenstrengen, von rassistischen Vorurteilen geprägten Amerika der damaligen Zeit galten die Bewegungen und die (korsettlose) Kleidung der Tänzerinnen als vulgär. Gleichzeitig faszinierte die verführerische Darstellung einer starken Weiblichkeit damals wie heute Männer und Frauen.

Der Orient- Boom, der zur Jahrhundertwende auch die europäische Kunst und damit die Tanzszene erreichte, führte bald zu einer Trennung zwischen erotischer und pornografischer Kunst, die sich durch die Qualität der Darbietungen – gestern wie heute – unterscheidet.

In dieser Zone bewegt sich der Orientalische Tanz immer noch: Weiblichkeit und Erotik zwischen Anmache und Klischee, abgelehnt oder mehr oder weniger offen bewundert… der älteste Tanz der Frauen, der Jahrtausende überdauert hat.

Orientalischer Tanz – Schlüssel zur Weiblichkeit!

Körpertänze, zu denen auch der orientalische Tanz gehört, sind vermutlich die ältesten Tänze der Menschheit.Mit den archäologischen Ausgrabungen dieses Jahrhunderts wurde auch die Große Göttin der Urzeit mit ihrer Mythologie wieder ausgegraben.

Der Tanz der Frauen wird wieder entdeckt. In den Mythen, den Figuren, Statuen und Reliefs aus Zeiten, die weit mehr als 5000 Jahre vor unsere Zeitrechnung zurückreichen, finden wir zahlreiche Hinweise. Wir entdecken diesen Tanz, wenn wir die Bewegungen tanzen, die gleichzeitig grundlegende Symbole der Menschheit sind, z. B.

  • Der Kreis, das Runde, ohne Anfang und Ende, in der Form der Sonne und der Planeten, aber auch in der Iris des menschlichen Auges und in der Natur;
  • Die Wellenbewegungen des Meeres und die geschwungenen Linien der Landschaften;
  • Die Schlangenbewegung der Acht, das Zeichen der Unendlichkeit…

Tanzbewegungen, die auf diesen alten Bildern beruhen, verbinden auch die Frauen heute wieder mit der Weisheit der Göttin – Bewegungen, die in direkter Verbindung zum Ursprung des Lebens stehen und durch das Erleben wirken.

Der Orientalische Tanz ist ein Schlüssel zur Heilung und Gesunderhaltung der weiblichen Körpers.

Die Bewegungen des Orientalischen Tanzes stärken Rücken, Becken und Bauch, verbessern die Körperhaltung und führen zu einem bewussteren Körpergefühl. Gerade auch für ältere Frauen ist es wichtig, den Beckenboden zu kräftigen und zu trainieren.

Die Bewegungen zu erlernen macht Spaß, schafft Verbindung und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Die Bewegungen selbst sind so vielfältig und schön wie das Leben selbst – und wie die zahlreichen Gestalten und Gesichter der Großen Göttin, die den Ursprung des Lebens darstellt.

So ist der Orientalische Tanz der „Tanz des Lebens“ für Frauen, die auf der Suche sind:

  • Nach ihrer Weiblichkeit und ihren Wurzeln
  • nach dem was Frauen miteinander teilen
  • nach der spirituellen Verbindung zur Weisheit des Lebens und ihrer Verbindung zum Körper.

Der Orientalische Tanz ist viel mehr als (Selbst-) Darstellung:

Er ist Lebenslust, Wellness für Frauen, Selbsterfahrung, Heilung, Freude und Kommunikation

Spezielle Angebote

Der Orientalische Tanz bietet zahlreiche weiter führende Tanz- Möglichkeiten, unter anderem verschiedene Tanzstile, den Tanz mit unterschiedlichen Requisiten oder die thematische Ausarbeitung bestimmter Tänze.

Zu folgenden Themen biete ich bei ausreichender Nachfrage (mind. 6 Teilnehmerinnen) Workshops an:

  • Schleiertanz
  • Tanz mit dem Doppelschleier
  • Zimbeln
  • Stocktanz
  • Shimmies
  • Choreografie

Termine zu aktuellen Workshops finden sie unter „Aktuelles“.

Mein Schwerpunkt liegt auf der thematischen Ausarbeitung von Tänzen. Ich erstelle Einzel- und Gruppenchoreografien zu unterschiedlichsten Themen und kulturellen Anlässen.

Bitte werden Sie sich gerne über das Kontaktformular an mich.

Tanz mit großem Seidenschleier – 7 x 3 m
Für diesem Tanz wurden 21m reiner Seidenstoff zu einem Schleier verarbeitet.
Der Tanz ist inspiriert durch die berühmte Tänzerin Loie Fuller und eine zauberhafte Würdigung der Leichtigkeit.